Probleme um das CRPS und Anforderungen eines Chirurgen an die Nachbehandlung

Probleme um das CRPS und Anforderungen eines Chirurgen an die Nachbehandlung

CRPS – das Komplexe Regionale Schmerzsyndrom

Die Behandlung chronischer Schmerzen und speziell des CRPS wird sehr unterschiedlich gehandhabt und führt in vielen Fällen nicht zu dem erwünschten Erfolg. Nach wie vor sind betäubende Maßnahmen, die beim akuten Schmerz etabliert und hilfreich sind, weit verbreitet, obwohl schon bald nach der Liberalisierung der Opioide in den USA Ende der 90er Jahre sich Untersuchungen häuften, die nicht nur die unzureichende analgetische Wirkung nach wenigen Monaten beschrieb, sondern sogar schlechtere sozialmedizinische Ergebnisse erzielten. 2009 erschien die S3-Leitlinie LONTS (Langzeitanwendung von Opioiden bei nicht tumorbedingten Schmerzen), in der die unzureichende Wirkung von Opioiden bei chronischen Schmerzen nach wenigen Monaten eindeutig belegt wurde. Dieser Leitlinie haben sich immerhin 14 wissenschaftliche Gesellschaften angeschlossen. Es kann also von einer herrschenden Lehrmeinung gesprochen werden. Diese wird jedoch nach wie vor nicht gelebt. Schon das Behandlungsziel ist offenbar strittig: nach wie vor wird die Reduktion der individuellen Schmerzangabe auf der visuellen Analogskala (VAS) als wichtiges Kriterium für den Behandlungserfolg angegeben. Es wird verkannt, dass die Behandlungsziele bei chronischen Schmerzen vollkommen verschieden sind von akuten Schmerzen. Patienten mit akuten Schmerzen möchten Schmerzen möglichst vermeiden, chronisch Kranke wollen zurück in ein möglichst normales, selbstbestimmtes Leben.

In der Literatur über das CRPS finden sich nur wenige Angaben zur Ergebnisqualität unter dem Aspekt der erfolgreichen Wiedereingliederung. Gelingt es nicht, das CRPS erfolgreich zu behandeln, entwickelt sich oft eine nachhaltig lebensverändernde Erkrankung. Dies ist nicht nur eine humanitäre Katastrophe, sondern richtet auch beträchtlichen volkswirtschaftlichen Schaden an.

Wir laden Sie ein, sich am 18. März 2020 über den aktuellen Stand zu diesem Krankheitsbild zu informieren. Drei Referenten stellen Probleme und den aktuellen wissenschaftlichen Stand dar und zeigen praktische Konsequenzen sich für Diagnostik und Therapie auf.

Professor Kollig, ärztlicher Direktor des Bundeswehrzentralkrankenhauses Koblenz, dem überregionalen Traumazentrum von Koblenz, ist selbst auch Handchirurg und kennt die Probleme um das CRPS aus vielfältiger Erfahrung.

Professor Birklein hat sich als Neurologe über dieses Thema habilitiert und ist federführend Autor der einzigen AWMF Leitlinie über das CRPS der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.

Dr. Kügelgen behandelt zusammen mit seiner Frau Cecilija Kügelgen (Krankenschwester,

Physiotherapeutin) seit über 20 Jahren CRPS in der neurologischen Rehabilitation.

Anerkennung durch die DGUV

Die Veranstaltung ist als Fortbildung "Reha-Medizin/Reha-Management“ im Sinne der Ziffer 5.12 der Anforderungen der gesetzlichen Unfallversicherungsträger nach § 34 SGB VII zur Beteiligung am Durchgangsarztverfahren anerkannt.

Die Veranstaltung wird von der Bezirksärztekammer Koblenz mit 4 Punkten zertifiziert.


Ich heiße Sie herzlich willkommen in Koblenz!

Bernhard Kügelgen


Veranstaltungsdetails

Thema:                       CRPS - das Komplexe Regionale Schmerzsyndrom

Termin:                       Mittwoch den 18. März 2020, 16:00 bis 19:30 Uhr

Veranstalter:              Therapiezentrum Koblenz

Ort:                             Therapiezentrum Koblenz, Neversstr. 7-11, Koblenz (am Hbf)

Anmeldung:                bitte melden Sie sich bis zum 02.03.2020 an per Fax: 0261/3033033 oder

                                   per Mail an info@tz-mvz-koblenz.de oder mit dem Link unter dem Punkt "Anmeldung".

Teilnahmegebühr:      Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenpflichtig. Bitte überweisen Sie die Gebühr

                                   von 30€ mit dem Stichwort „Fortbildung  18.03.2020" auf folgendes Konto:

                                   Therapiezentrum Koblenz, Sparkasse Westerwald

                                   IBAN DE 16 5735 1030 0188 0705 69, BIC MALADE51AKI

Parkmöglichkeit:        Bahnhofstiefgarage (Zufahrt Markenbildchenweg)

Punkte:                       Die Veranstaltung ist als Fortbildung "Reha-Medizin/Reha-Management“ im Sinne der Ziffer  

                                   5.12  der Anforderungen der gesetzlichen Unfallversicherungsträger nach § 34 SGB VII zur

                                   Beteiligung am Durchgangsarztverfahren anerkannt. Die Veranstaltung wird von der 

                                   Bezirksärztekammer Koblenz mit 4 Punkten zertifiziert.

         



Veranstaltungspartner

Agenda

16.00   Begrüßung
           
Kügelgen, Koblenz

16.10   Grußwort

            Abläufe des Reha-Managements aus UV-Sicht

            Zervas, Andernach

16.30   Forderungen aus chirurgischer Sicht an die Versorgung von CRPS-Patienten
           
Kollig, Koblenz

17.15   Diskussion

17.30   Wissenschaftlich begründete Therapie des CRPS

            Birklein, Mainz

18.15   Diskussion

18.30   Erfahrungen aus der Rehabilitation von CRPS Patienten, Begutachtung

            Kügelgen, Koblenz

19.15   Diskussion

19.30   Ende der Veranstaltung

Referenten

Prof. Dr. med. Frank Birklein

Klinischer Leiter der Neurologischen Klinik des Universitätklinikums Mainz

Prof. Birklein hat sich über das CRPS habilitiert und ist federführender Autor der einzigen
AWMF-Leitlinie über das CRPS


Prof. Dr. med. Erwin Kollig

Oberstarzt, Ärztlicher Direktor, Bundeswehr Zentralkrankenhaus Koblenz

Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Handchirurgie, Wiederherstellungschirurgie, Verbrennungsmedizin, plastische Chirurgie, Chefarzt des überregionalen Traumazentrums Koblenz


Dr. med. Bernhard Kügelgen

Leiter des Therapiezentrum Koblenz, ärztlicher Direktor des MVZ Koblenz


Jörg Zervas

Abteilungsleiter „Rehabilitation und Entschädigung“, Unfallkasse Rheinland-Pfalz

Anmeldung

Anmeldung: 

Wir bitten Sie, sich bis zum 02.03.2020 per Fax: 0261/3033033 oder  per Mail mit dem Link unter dem Punkt "Anmeldung" anzumelden.

Teilnahmegebühr:

Die Teilnahmegebühr beträgt 30€. Bitte überweisen Sie den Betrag bis zum 11.03.2020 auf das Konto der Sparkasse Westerwald mit dem Stichwort „Fortbildung 18.03.2020“.

IBAN: DE16 5735 1030 0188 0705 69

BIC:    MALADE51AKI

Punkte: 

Die Veranstaltung ist als Fortbildung "Reha-Medizin/Reha-Management“ im Sinne der Ziffer 5.12 der   

Anforderungen der gesetzlichen Unfallversicherungsträger nach § 34 SGB VII zur Beteiligung am Durchgangsarztverfahren anerkannt.

Die Veranstaltung wird von der Bezirksärztekammer mit 4 Fortbildungspunkten anerkannt.


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