Reha bei Post-COVID / Long-COVID (BG & UK)

Bleierne Müdigkeit, Atemnot, Konzentrationsschwierigkeiten – die Folgen einer Corona Infektion können langwierig sein. Bezeichnet werden die Symptome als Long-COVID / Post-COVID und werden unter bestimmten Voraussetzungen als Arbeitsunfall oder Berufskrankheit anerkannt. Rehabilitation hilft, die Folgeerscheinungen zu überwinden und wieder in ein normales, selbstbestimmtes Leben zurück zu kehren.


Long-COVID und Post-COVID beschreiben Krankheitserscheinungen, die nach Abklingen der akuten Infektion auftreten. Post-Covid betrifft etwa 5 % der Erkrankten, Long-Covid dauert länger als 3 Monate und betrifft etwa 2 % der Erkrankten. Beide Folgeerkrankungen gibt es auch nach leichteren Verläufen der eigentlichen Infektion. Insgesamt wird die Zahl der Patienten mit diesen Krankheitserscheinungen auf 300.000 geschätzt.

Eine neue S1-Leitlinie (Stand 12.07.2021) die in Kooperation mit mehreren Fachgesellschaften entstanden ist, beschäftigt sich mit der Versorgung von Patienten nach überstandener SARS-CoV-2-Infektion.


Empfehlungen der S1-Leitlinie Post-COVID/Long-COVID

  • Alle Post-COVID Betroffenen mit sensorischen, sensomotorischen und/oder kognitiven Veränderungen sollen einer neurologischen Evaluation und neurorehabilitativen Versorgung zugeführt werden. 

  • Besteht nach COVID-19 eine alltags- und/oder berufsrelevante Beeinträchtigung durch sensomotorische und/oder kognitive Funktionsstörungen, soll sowohl bei Krankenhausentlassung, als auch bei Post-/Long-COVID zu einem späteren Zeitpunkt bei Nichtausreichen ambulanter Heilmittel die Verordnung einer (teil-)stationären neurologischen Rehabilitation erfolgen. 


  • Beispiele Rehabilitationsbegründende und weitere Diagnosen
    • Chronisches Müdigkeitssyndrom (Chronisches Fatigue Syndrom)
    • Dyspnoe
    • KognitiveStörung
    • Depressive Störung
    • Angststörung
    • Anpassungsstörung 
    • Störungen des Geruchs- und Geschmackssinnes 
    • Kopfschmerz
    • Critical-illness-Polyneuropathie
    • Störungen des Ganges und der Mobilität
    • Schwindel
    • Palpitationen
    • Motorische Funktionseinschränkung
    • Kognitive Funktionseinschränkung


Unser Angebot

Sämtliche aufgeführten Krankheitserscheinungen werden durch unser diagnostisches und therapeutisches Spektrum abgedeckt. Das MVZ Koblenz ist ein ambulantes Zentrum mit mehreren Fachärzten für Neurologie und Spezielle Schmerztherapie sowie Psychologie und Praxen für Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie. Das Therapiezentrum Koblenz ist ein ambulantes ganztägiges neurologisches Rehazentrum.

Mit einem Interdisziplinäre Behandlungsansatz bieten wir Betroffenen eine Rehabilitation zur Behandlung der Folgen einer Corona-Infektion. 


Folgende Bereiche stehen für unsere Patienten bei der Diagnostik und der Therapie bereit:

  • Neurologie 
  • Neuropsychologie
  • psychologische Behandlung
  • Logopädie/Atemtherapie
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • sozialpädagogische Unterstützung 


Weitere medizinische Fachrichtungen sind in unmittelbarer Nachbarschaft vorhanden und können bei Bedarf eingeschaltet werden. 


Der Weg in die Reha bei Post-COVID/Long-COVID

In der ambulanten Voruntersuchung im MVZ Koblenz stellt Ihr behandelnder Arzt die Indikation für ambulante Therapien oder für eine ambulante ganztägige neurologische Rehabilitation. 


Die ambulante Therapie steht nicht nur für leichtere Fälle, sondern auch als Nachbehandlung nach einer ambulanten ganztägigen Rehabilitation zur Verfügung.


Der Abschlussbericht der Rehabilitation hat Gutachtencharakter und kann für eine Beantragung einer Behinderung, für Fragen der Arbeitsfähigkeit und der Erwerbsfähigkeit sowie die Fahreignung (verkehrsmedizinische Qualifikation) verwendet werden.